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Diese Frage stellen sich Beschuldigte in einem Strafverfahren immer wieder. Einen außergewöhnlichen Erfolg erzielten wir für unseren Mandanten in einem Verfahren vor dem Schöffengericht Bergheim.

Dem Täter wurde zweifache sexuelle Nötigung gemäß § 177 Abs. 1 StGB zum Nachteil von zwei Frauen vorgeworfen.
Nach unserer Einschätzung war dieser Fall für einen Täter-Opfer-Ausgleich gemäß § 46a StGB geeignet, so dass wir für unseren Mandanten eine Täter-Opfer-Ausgleichsvereinbarung bereits frühzeitig im Ermittlungsverfahren abschließen konnten. Unser Mandant zahlte jeweils eine namhafte Summe an die Geschädigten. Wir ließen uns im Gegenzug zusichern, dass die Geschädigten gegenüber dem Gericht erklären, an einer weiteren Strafverfolgung des Mandanten kein Interesse zu haben.

Ein wohlüberlegtes Einlassungsverhalten in der Hauptverhandlung am 26.08.2015 führte zunächst dazu, dass der Vorsitzende des Schöffengerichts nach der Beweisaufnahme den rechtlichen Hinweis erteilte, dass die Erheblichkeitsschwelle für die Annahme von sexuellen Handlungen nicht überschritten sei und daher anstelle der Verurteilung wegen sexueller Nötigung, eine Verurteilung wegen Körperverletzung in Tatheinheit mit Beleidigung erfolgen könnte. Damit waren die Voraussetzungen für eine optimale Wirkung des Täter-Opfer-Ausgleichs geschaffen. Gemäß § 46a StGB kann ein Täter-Opfer-Ausgleich zu einer Strafmilderung oder gar zu einem Absehen von Strafe führen. Genau dies sprach das Gericht aus:  Es sah von Strafe ab!  Der wegen eines Verbrechens angeklagte Mandant kam ohne Bestrafung davon. Eine bessere Wirkung eines Täter-Opfer-Ausgleichs kann es nicht geben.


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